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2014

150 Jahre Erfahrung - zufriedene Kunden und Mitglieder

Gemeinsam Zukunft gestalten

Zum 150. Geburtstag der Bank können sich die Vorstände Markus Dauber und Andreas Herz über ein ganz besonderes Geschenk freuen. Das Institut für Vermögensaufbau hat im Auftrag von Focus Money die Bewertungen von über 43.000 freiwilligen Teilnehmern auf dem Internet-Portal „Meine-Bank-vor-Ort“ ausgewertet und die Ergebnisse in Ihrem Ranking „Beste Institute vor Ort je Bundesland“ veröffentlicht. Dabei liegt die Volksbank Offenburg mit einer Bestnote von 1,51 nicht nur landesweit ganz weit vorne, sondern auch bundesweit auf Platz 1.
Vorstände der Volksbank Offenburg
Andreas Herz und Dipl. Kfm. Markus Dauber, MBA (Vorsitzender)
Vorstand der Volksbank Offenburg

2013Christina Obergföll wird in Moskau Speerwurf-Weltmeisterin.

2012"An Fasnet kam die Nashorn-Mafia"
und raubte zwei Hörner
aus dem Museum im Ritterhaus.

2011Erdbeben, Tsunami und Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima in Japan.

2009Die Welt trauert um den "King of Pop" Michael Jackson.

2008

Das Genossenschaftsmodell als Schutzschild gegen die Bankenkrise des neuen Jahrtausends

Bankenkrise

Die zweite große Finanzkrise, die die Volksbank Offenburg in weniger als 100 Jahren erlebte, begann 2007 mit der US-Immobilienkrise. Es folgte eine wirtschaftliche Schieflage von Groß- und Investmentbanken 2008 durch den Zusammenbruch der Lehman Bank. Das Vertrauen vieler Menschen in die Geldinstitute wurde erschüttert. Nicht so die Volksbank Offenburg: "Fest verwurzelt in der Ortenau, sind wir eine Bank in der Region und handeln ehrlich für die Menschen vor Ort. Volksbanken und Raiffeisenbanken bilden einen Hort der Stabilität, im Wesentlichen basierend auf ihrem Geschäftsmodell, dem Geschäft mit dem Privat- und Firmenkunden".
Eine Ein-Euro Münze

2008Weltfinanzkrise, Öl- und
Goldpreise explodieren.

2007Frauen Fußball-WM in China. Die deutsche Frauennationalmannschaft hat ihren Titel verteidigt.

2005Ein Deutscher wird Papst Joseph Kardinal Ratzinger - Benedikt XVI.

2005Angela Merkel wird zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublick Deutschland gewählt.

2002

Mit dem Euro kommt zum vierten Mal seit 1864 eine neue Währung - aber die Volksbank bleibt!

"Die D-Mark geht, der Euro kommt"

Mehr als 300 Millionen Menschen zahlen ab dem 1.01.2002 mit dem Euro. Die Umstellung auf den Euro glückte, erforderte aber mehr Logistik als beim Umtausch von Ostmark in Westmark vor 11 Jahren. Ab Dezember 2001 wurde das erste Bargeld an Firmenkunden ausgegeben. Insgesamt wurden über 50 Tonnen Bargeld (D-Mark und Euro) eingesammelt, ausgegeben und weitertransportiert. 45.000 sogenannte „Starter Kits“ gab die Volksbank Offenburg aus. Für 20 D-Mark bekam man ein Starter-Kit mit 10,23 Euro. Der offizielle Umtauschkurs betrug 1,95583 D-Mark gleich 1 Euro.
Von der D-Mark zum Euro

2002Das Euro-Bargeld
wird in Umlauf gebracht.

2001Die Anschläge vom 11. September in New York und Washington verändern die Welt.

1999Das "Jahr-2000-Problem" - die Umstellung der Computer auf das neue Jahrtausend - beschäftigt viele Menschen.

1999Die totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa stellt zwei Minuten lang alles in den Schatten.

1998

Eine zweite Fusionsrunde der Banken formt die Volksbank in der jetzigen Größe

Fusionen - gemeinsam erfolgreich sein

Die Bank fusionierte mit der Volksbank Appenweier-Urloffen und der Renchtalbank Oppenau. Nach diesen erfolgreich abgeschlossenen Fusionen präsentierte sich die Bank mit nunmehr 100.000 Kunden und fast 36.000 Mitgliedern. Die Volksbank Offenburg war nun von Neuried bis nach Bad-Peterstal vertreten. Und mit einer digitalen Filiale stand die Volksbank nun auch ihren Kunden im Internet rund um die Uhr zur Verfügung.
Fusionsverhandlungen Volksbank Offenburg mit der Volksbank Appenweier-Urloffen
Fusionsverhandlungen Volksbank Offenburg mit der Volksbank Appenweier-Urloffen.
Fusionsverhandlungen Volksbank Offenburg mit der Renchtalbank Oppenau
Fusionsverhandlungen Volksbank Offenburg mit der Renchtalbank Oppenau

1998Die D-Mark wird 50 Jahre.

1993Die neuen Postleitzahlen werden eingeführt. Die fünf neuen Ziffern soll die Sortierung erleichtern. Nötig wurden sie auch, weil mehrere Städte in Ost- und Westdeutschland die gleichen Postleitzahlen hatten.

1990Die DDR tritt gemäß Artikel 23 Grundgesetz der Bundesrepublik
offiziell bei.

1986Reaktorbrand in Tschernobyl. Radioaktive Strahlung breitet sich über die gesamte Nordhalbkugel bis nach Amerika und Afrika aus.

1976

Von der Lochkarte zum Mobile Banking in weniger als vierzig Jahren

Technik hält Einzug in der Bank

Buchungsautomat und Kassenmaschine kamen in den 1950er Jahren. 1976 hieß es über den Computer noch, er sei „im Allgemeinen nicht so anzusehen, wie es seine gewaltige Arbeitsleistung erwarten ließe." Doch die Entwicklung ging weiter. Bald druckte man die Buchungsdaten nicht mehr auf Papierstreifen, sondern verwendete „kleine schallplattenähnliche Disketten“. Das Fiducia-Online-System wurde eingeführt. Später folgten Geldautomat, Kontoauszugsdrucker, Telefon-Banking, Online-Banking, E-Commerce, schließlich PenPad und Mobile Banking. Doch "bei aller Notwendigkeit des Einsatzes von Technik bleibt der Mensch im Mittelpunkt."
Geldautomat und Kontoauszugsdrucker
Geldautomat und Kontoauszugsdrucker

1975Nach 30 Jahren geht der
Vietnamkrieg zu Ende.

1974Deutschland wird im eigenen Land zum
2. Mal Fussball-Weltmeister.

1973Als Ergebnis der Kreisreform entsteht der Ortenaukreis (bestehend aus den ehemaligen Landkreisen Kehl, Bühl, Offenburg, Lahr und Wolfach). Kennzeichen OG.

1972In München finden die Olympischen Sommerspiele statt. Überschattet werden die Spiele durch das Attentat auf israelische Sportler.

1971

In den Siebzigern rollt die erste Fusionswelle

Volksbank und Raiffeisenbanken gehen zusammen

"1971 erlebten wir ein Stück Genossenschaftsgeschichte: die Fusionen der Raiffeisenbanken Zell-Weierbach und Ortenberg mit der Volksbank Offenburg." Später folgen die Fusionen mit der Volksbank Oberkirch (1972) und der Spar- und Kreditbank Offenburg (1978). „Markt und Mut“ titelte eine Zeitung bei der Fusion mit der Spar- und Kreditbank Raiffeisenbank. "Sie hatten die gleichen ideellen Wurzeln. Der Markt fordert manchmal mutige Schritte. Wir haben einen getan - und dabei an unsere Kunden gedacht. Auch in unserer neu gewonnenen Größe steht der Mensch im Mittelpunkt."
Fusionsverhandlung Volksbank Offenburg mit der Raiffeisenbank Zell-Weierbach
Fusionsverhandlung Volksbank Offenburg mit der Raiffeisenbank Zell-Weierbach. Vorstände und Aufsichtsratsvorsitzende beider Banken.

1969Neil Armstrong betritt als erster
Mensch den Mond.

1968Die Studentenunruhen erreichen in Deutschland nach dem Attentat auf Rudi Dutschke ihren Höhepunkt.

1960Offenburg wird an die Autobahn angeschlossen.

1949Der parlamentarische Rat stimmt dem neuen Grundgesetz und somit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland zu.

1948

Der Sonntag, an dem alle Deutschen genau 40 D-Mark besaßen, setzt Schwarzmarkt und Zigarettenwährung ein Ende

Die zweite Währungsreform im 20. Jahrhundert

Am Sonntag, 20. Juni 1948 wurde in Deutschland das „Kopfgeld“ in Höhe von 40 DM pro Person ausgegeben. Die Zeit der Hamsterfahrten und des Schwarzmarktes war vorbei. Bis dahin hatte eine "schlechte Zeit" geherrscht. Ab jetzt brach ein "Wirtschaftswunder" an. 1952 wurde die Beschlagnahme der Bank aufgehoben. Die Umsatzzahlen erhöhten sich, neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Bausparen, steuerbegünstigtes Sparen und Girokonto waren gefragt. Eine erste Bankfiliale wurde 1959 im Durbacher "Hotel Ritter" eingerichtet.
Geldumtausch Währungsreform
Offenburger stehen vor einem Aushang zum Geldumtausch bei der
Währungsreform 1948.

1948Mit der Währungsreform beginnt der wirtschaftliche Wiederaufbau in Deutschland. Als Startkapital erhält der Bürger zu Anfang 40 D-Mark.

1948Mit der Berliner Luftbrücke reagieren die westlichen Alliierten auf die sowjetische Blockade Berlins.

1947General Marshall entwickelt den nach ihm benannten Marshallplan, der entscheidenden Anteil am Wiederaufbau Westdeutschlands hat.

1946Erste Gemeinderatswahlen in der französischen Besatzungszone.

1945

Während im eigenen Gebäude die Besatzer residieren, finanziert die Volksbank anderen den Wiederaufbau ihrer Häusle

Besetzung Offenburgs durch die Franzosen

Offenburg wurde im April 1945 von den Franzosen besetzt. Die Bankräume wurden beschlagnahmt und wurden zum Sitz des "Gouvernement Militaire". Das Bankgeschäft konnte an anderer Stelle, in der Hauptstraße 23, am 9. Mai 1945 wieder aufgenommen werden. Erst 1952 wurde die Beschlagnahme des Hauptsitzes aufgehoben. Der Wiederaufbau der kriegsbeschädigten Gebäude lief zögernd an, denn in Offenburg waren es mehr als 300 ganz oder teilweise zerstörte Gebäude, im Landkreis ca. 500 Gebäude, die wieder aufzubauen waren.
Besetztes Bankgebäude
Besetztes Bankgebäude 1945 durch das Französische Militär.
Gouvernement - Militaire Offenburg.

1945Mit der Kapitulation Deutschlands ist der 2. Weltkrieg beendet. Franzosen besetzen Offenburg.

1944Luftangriffe auf Offenburg zerstören etwa 20% der Stadt.
65 Menschen sterben.

1940Deportation der Offenburger Juden nach Gurs in Südfrankreich.

1939Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Überfall auf Polen am
1. September 1939.

1938

Gründlichkeit in der Verblendung: Nicht einmal vor den eigenen Nachbarn macht der Ausschluss jüdischer Mitglieder halt

Ausschluss jüdischer Mitglieder aus der Bank

Juden waren bereits seit 1864 unter den Mitgliedern der Volksbank. Der Nationalsozialismus schuf ab 1933 grundlegend neue Verhältnisse in Deutschland. Antisemitische Maßnahmen nahmen erschreckend zu. Die Verdrängung der Juden bedeutete für manches jüdische Mitglied der Vereinsbank die Kündigung des Kontos. Eine staatliche Verordnung besagte: „Ein Jude kann nicht Mitglied einer Genossenschaft sein. Jüdische Mitglieder von Genossenschaften scheiden zum 31. Dezember 1938 aus." Vierzehn jüdische Namen wurden aus der Liste der Bank gestrichen, darunter auch Bernhard Kahn, der zeitweise in der Okenstraße 5 wohnte. Er war Nachbar der Bank.
Mitgliederregister Vereinsbank Offenburg 1938
Mitgliederregister Vereinsbank Offenburg 1938

1938Reichspogromnacht. In Deutschland werden Synagogen in Brand gesetzt.

1938Gesetz, nachdem kein Jude Mitglied einer Genossenschaft sein darf. Dies führt zu Ausschlüssen, auch von jüdischen Mitbürgern in Offenburg.

1931Die Zahlungsunfähigkeit der Darmstädter und Nationalbank verursacht eine Bankenkrise, der anschließend mehrere kleine Banken zum Opfer fallen.

1931Elektrifizierung der Straßenbeleuchtung in Offenburg.

1929

Die erste Bankenkrise der Neuzeit erschüttert auch die Volksbank

Weltwirtschaftskrise/Bankenkrise

Der 24. Oktober 1929 wurde zum 'Black Thursday' der Wertpapierbörse in New York. Es kam zu zahlreichen Zusammenbrüchen von Unternehmen und Banken und zu enormer Arbeitslosigkeit. 1931 erlebte Deutschland eine Bankenkrise, die zum Ausgangspunkt für die Gründung eines Garantiefonds wurde, um in Not geratene Volksbanken bei Bedarf zu unterstützen. Schwer waren die wirtschaftlichen Schäden auch in der Ortenau. "Es kam zu Notverordnungen und Vollstreckungsschutz bei den Grundstücken. In vielen Handwerkbetrieben und auch bei Warengeschäften ist das Geschäft fast zum Stillstand gekommen, verschiedene kamen zum Erliegen."
Bankenkrise
Bankenkrise

1929Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise: die Kurse an der Wall Street stürzen ins Bodenlose. Der Tagesverlust beträgt 50 Milliarden Dollar.

1928Erste Funksprechverbindung von Deutschland in die USA.

1927Charles Lindbergh gelingt als erstem Menschen die Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung.

1924Im Sommer 1924 ziehen die Franzosen aus Offenburg ab.

1923

Billionen ohne Wert und Notgeld als letzter Notnagel können den Zusammenbruch nicht aufhalten

Inflation und Notgeld

1923 war das Jahr der großen Inflation. Gemeinden, Verbände und Privatunternehmen druckten Notgeld, auch der Vorschußverein. Im November 1923 kostete ein Ei zwei Milliarden! Die Hyperinflation bewirkte den Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft. Viele Sparer verloren ihre Ersparnisse, Banken ihr Eigenkapital. Erst die Währungsreform brachte Entlastung. Für eine Billion Papiermark gab es eine Rentenmark. Für das Bankgeschäft nachteilig war auch die Besetzung Offenburgs durch die Franzosen im Jahr 1923/1924. Die Abriegelung des Hinterlandes zwang viele Mitglieder und Kunden, zu einer anderen Bank in der Nachbarschaft abzuwandern.
Zehn Milliarden Mark Scheck
Notgeld Vorschußverein Offenburg eGmuH gedruckter Scheck auf Süddt. Disconto Ges. AG, Filiale Offenburg

1923Die Franzosen besetzen
am 4. Februar 1923 Offenburg.

1914Der erste Weltkrieg beginnt mit der Kriegserklärung Österreichs an Serbien.

1912Nach einer Kollision mit einem Eisberg sinkt der Luxusliner "Titanic".

1912Einweihung des städtischen Krankenhauses in Offenburg.

1906

Ein 'vorteilhafter' Bau, der bis heute fest steht - und ein Adelsspross in der Gartenvilla

Das Bankgebäude prägt bis heute das Stadtbild

1905 erwarb die Bank das Gelände Okenstr. 7 und errichtete dort einen Neubau, der am 8. August 1906 bezogen wurde und seither Unternehmenssitz ist. Architekt war Friedrich Abel aus Offenburg. Der Stuttgarter Bildhauer Jakob Brüllmann schuf den Fassadenschmuck (Wappenreliefs Ortenauer Städte). Die Zeitung stellte anerkennend fest: "Von der Hauptstraße aus fällt der Bau sehr vorteilhaft ins Auge. Die innere Einrichtung der Buereaus, feuersicheren Gewölbe und Kassenzimmer entspricht den Anforderungen, welche heute an ein modernes Bankhaus und großes Geldinstitut gestellt werden können."
Vorschußverein Offenburg 1908, Okenstraße 7

1900Das Bürgerliche Gesetzbuch
(BGB) tritt in Kraft.

1898Das Bähnle, der "Entenköpfer"
wird von der Straßburger Straßenbahngesellschaft zwischen Altenheim und Offenburg eingesetzt.

1888Offenburg erhält Wasserleitungen
und Kanalisation.

1886Carl Benz erhält das erste Patent auf ein benzinangetriebenes Gefährt.

1880

Existenz- und Führungskrise stehen Pate für den neuen "Creditverein"

Die Ereignisse von 1880: Der Kampf um die Vorschußkasse

Direktor Josef Nonn und der Kontrolleur Carl Geck traten 1880 zurück. Der Verwaltungsrat schlug die Herren Burg und Hambrecht vor, die jedoch zwei Mal abgelehnt wurden, was zur Spaltung des Vorschußvereins und zur Gründung des Ortenauer Creditvereins führte. Mitglieder des Vorschußvereins erstellten eine neue Liste: "Wir schlagen Euch hier Männer vor, Vertrauen erweckend durch ihre gesellschaftliche Stellung, durch Gediegenheit ihrer Kenntnisse und bisherigen Wirkens, sowie durch ihre persönlichen Verhältnisse!" Direktor wurde nun Kaufmann Albrecht Fischer, neuer Kontrolleur Ferdinand Hauger.
Geschäftsbericht Ortenauer Kreditverein

18701870 -1871 Deutsch-Französischer Krieg. Frankreich muss Reparationszahlungen in Höhe von 5 Mrd. Francs = 4,5 Mrd. Mark bezahlen.

1866Eröffnung der Schwarzwaldbahn Offenburg - Hausach.

1864Offenburg wird eine von 11 Kreisstädten im Land. Dies bedeutet eine Aufwertung für Offenburg.

1864Einweihung der neu erbauten protestantischen Pfarrkirche in Offenburg.

1864

Was einer nicht alleine schafft, das schaffen viele

Genossenschaftliches Handeln, Entstehen und Wachsen einer Idee

Die Ideen von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen standen Pate bei der Bankgründung. "Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele". Handwerker, kleine Betriebe und Landwirte benötigten finanzielle Hilfe, um die neuen Chancen nutzen zu können. Deshalb gründeten sie die Vorschußkasse. Um Kredite vergeben zu können, mußte die Bank Kapital gesammelt haben. Anfangs zahlte jedes Mitglied 1 Gulden Beitrittsgeld (nach heutiger Währung etwa 15 Euro) und mußte einen Stammanteil von 100 Gulden einlegen. Die Mitglieder waren zwar nun Eigentümer der Bank, sie hafteten aber auch mit ihrem Vermögen.
Hermann Schulze-Delitzsch, Wilhelm Haas, Friedrich Wilhelm Raiffeisen
Gründerväter der Volks- und Raiffeisenbanken: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Wilhelm Haas und Hermann Schulze-Delitzsch
1864

Die Gründungsversammlung führt „brave“ Bürger und ehemalige Revolutionäre zusammen

Handel und Handwerk sollen gefördert werden

"Die Commission ladet alle gewerbetreibenden Bürger und Einwohner ein, an der Versammlung im Gasthof zum Salmen Teil zu nehmen und dem neuen Verein beizutreten." Der Gewerbefortschritt sollte gefördert werden. Über hundert Mitglieder erklärten den Beitritt und beschlossen die Gründung einer Vorschusskasse, unter ihnen auch ehemalige Teilnehmer der Badischen Revolution von 1848. Im Vorstand waren: Direktor Josef Nonn, Schriftführer/Kontrolleur Carl Geck, Rechner/Kassierer Theodor König. Am 15. Juni 1864 wurde in einem Zimmer im Rathaus der Bankbetrieb aufgenommen.
Satzungen der Vorschuss-Casse